Melati Wijsen

Umweltaktivistin | Gründerin der Initiative Bye Bye Plastic Bag

Sie sind die «Greta Thunbergs Asiens»: Dank Melati und Isabel Wijsen gibt es auf Bali bald keine Plastiksäcke mehr. Melati Wijsen ist 18 Jahre alt, halb Indonesierin, halb Holländerin, auf Bali geboren und aufgewachsen. Und sie ist Gründerin der Intiative Bye Bye Plastic Bag (BBPB), die sie 2013 gemeinsam mit ihrer zwei Jahr jüngeren Schwester Isabel Wijsen ins Leben ruft.

Beide Schwestern besuchen auf Bali eine Green School. Inspiriert durch ein Schulthema, bei dem es um Menschen geht, die die Welt verändert haben, um Menschen wie Nelson Mandela, überlegen die Schwestern auf dem Heimweg, was sie als Kinder hier und heute tun können, um die Welt zu verbessern. Melati und Isabel waren gerade einmal zwölf und zehn Jahre alt, als sie beschließen, den Plastiktüten und damit einem großen Umweltverschmutzungsproblem in Indonesien den Kampf ansagen. Ihr Plan: Plastiktüten in ganz Indonesien verbannen. Den Anfang machen sie in ihrer Heimat Bali.

Bye Bye Plastic Bags ist inzwischen zu einer bekannten internationalen Bewegung für Ideen und das Empowerment von Jugendlichen geworden. Im Mai 2016 wurde Melatis und Isabels Rede, die sie 8 Monate zuvor am TEDGlobal London gehalten hatten, zum einmillionsten Mal aufgerufen. Im selben wurde BBPB global tätig und seitdem gibt es neue BBPB-Gruppen in 32 weiteren internationalen Städten.

Für ihr Engagment wurden Melati Wijsen und ihre von FORBES in die Liste der 10 interessantesten Frauen Indonesiens aufgenommen. Auch wurden sie mehrfach ausgezeichnet, 2016 mit dem ’Global Youth of the Year’ Award in Taiwan, 2017 mit dem Bambi-Award in Deutschland und ein Jahr später gewannen sie den CNN Young Heroes Award 2018. Ihre größte bisherige Errungenschaft dürfte aber vermutlich sein, dass sie mit ihrem Einsatz und ihrer Vision den Gouverneur von Bali im Juni 2015 die Bestätigung abringen konnten, dass Bali ab 2018 plastikfrei sein wird.

Melati hat die Green Highschool inzwischen abgeschlossen. In ihrer Rolle als Umweltaktivistin sieht sie sich als Brückenbauerin. Für ihre Sache reist sie durch die ganze Welt, besucht Konferenzen, trifft Gleichgesinnte, sucht nach Kooperationen und hält Vorträge. Ihr nächstes großes Ziel:Mit ihrem neuen Projekt „Youthopia – live.learn.lead“ weltweit das Youth Empowerment zu fördern und junge Menschen zu Change Makern auszubilden.

„Change doesn’t happen if no one is educated.“